Competitive Lifesaving

Lifesaving Sports

Aus der humanitären Idee, Menschen für den Wasserrettungsdienst zu gewinnen und auszubilden, entwickelte sich der Rettungssport. Zwei Arten werden hierbei grundsätzlich unterschieden: Die Pool- oder Indoordisziplinen (Poollifesaving) und die Ocean Events (Surflifesaving).

Dank der Fernsehserie „Baywatch" wurde die Sportart in der breiten Öffentlichkeit langsam aber sicher bekannt und sorgte für einen positiven Imagewandel der ehrenamtlichen Rettungsschwimmer. Seitdem stieg die Nachfrage nach einer entsprechenden Ausbildung in diesen Wettkampf-Disziplinen innerhalb von Europa und der SLRG (Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft) sprunghaft an und führte letztlich sogar zu steigenden Mitgliederzahlen.

Rettungssport bedeutet neben allem Spass auch ein Erprobungsfeld für den Ernstfall. Denn die einzelnen Disziplinen sind direkt aus den täglichen Anforderungen an die Rettungsschwimmer abgeleitet.

Trendsport Rettungsschwimmen

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begannen australische Rettungsschwimm-Vereine, aus dem Wachen über die Sicherheit der Badegäste einen Sport zu machen. Dieser Sport entwickelte sich bis zum heutigen Zeitpunkt zu einem Nationalsport der Australier. An den australischen Meisterschaften sind Live-Übertragungen der TV-Stationen an der Tagesordnung. Alle im Rettungssport benutzten Sportgeräte stammen auch aus der Produktion der im alltäglichen Einsatz verwendeten Rettungsgeräte, wie zum Beispiel das Rescue Board (Rettungsbrett). Es wird im Wasserrettungsdienst an der Küste eingesetzt, um verunglückte Personen im Meer aufzunehmen. Wenn das Opfer erreicht ist, wird es mit dem Rescue Bord zurück an Land gebracht. Genau das sind auch die Kernelemente der gleichnamigen Rettungssport-Disziplin in den Wettkämpfen.

Die grösste Herausforderung für die Rettungssportler bei einem Surflifesaving-Event ist die Königsdisziplin „Oceanman“ (Surf Ironman). Das ist ein Triathlon, bestehend aus Brandungsschwimmen, Rettungskajakrennen und Rettungsbrettrennen. Aber nicht alle Wettbewerbe finden im Wasser statt: Beim „2-km Beach Run“, bei „Beach Flags“, der Staffel „4 x 90 m Beach Relay“ und dem „Beach Sprint“ sind Schnelligkeit, Ausdauer und Geschick am Strand gefragt.

Humanität & Sport

 Der Rettungssport findet weltweit immer mehr Anhänger. Dies liegt einerseits daran, dass die Athleten eine sehr hohe schwimmerische Leistung erbringen müssen, um erfolgreich zu sein und andererseits an der Vielzahl der unterschiedlichen Disziplinen. Rettungssport ist auch immer mehr an den wichtigsten sportlichen Grossanlässen wie World Games, Arafura Games, Goodwill Games und den Military World Games anzutreffen. Doch Rettungssport bedeutet nicht nur Spass. Über den Leistungssport werden Jugendliche an die humanitären Ziele der SLRG herangeführt und für das Rettungsschwimmen und darüber hinaus auch oft für den Wachdienst begeistert. Im Ernstfall hilft dieser Sport, Menschenleben zu retten.